How To: Watercolor Chart

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Hallo zusammen! Heute gibt es einen „How To“-Beitrag für euch. Wer Wasserfarben oder Aquarellfarben zu Hause hat, weiß genau, dass es ein ziemlich kostspieliges Unterfangen sein kann, jede einzelne Farbe des Regenbogens zu besitzen. In den meisten Aquarellmalkästen, die es zu kaufen gibt, befinden sich nur eine begrenzte Anzahl an Farben. Da fragt man sich hin und wieder: wie komme ich an genau DIESE eine Farbe, die zufälligerweise nicht standardmäßig in meinem Malkasten vorhanden ist…kaufen? Viel zu kompliziert und zu teuer!

Heute zeige ich euch, wie ihr mit euren bereits vorhandenen Farben (fast) jede beliebige andere Farbe selber nachmischen könnt. Hierfür habe ich mir ein Wasserfarben-Chart „gebastelt“.

Und so geht’s:

Schritt 1: Zähle deine Farben im Malkasten!

Schritt 2: Multipliziere diese mit sich selbst und zeichne ein Raster auf ein Blatt Aquarellpapier mit genau dieser Anzahl an Kästchen. Bei mir waren es 11 Farben (11×11=121).

Schritt 3: Beschrifte jede Reihe mit einer Farbe. Tipp: Verwende horizontal und vertikal die gleiche Reihenfolge.

Schritt 4: Beginne in der linken oberen Ecke und fülle das Kästchen mit der Farbe aus, mit der du dein Raster zuerst beschriftet hast. Diese sollte sowohl horizontal als auch vertikal identisch sein. In meinem Beispiel ist es Gelb. Diese Farbe ist also noch nicht gemischt und wird genau, wie sie im Farbkasten existiert, in das erste Kästchen gemalt.

Schritt 5: Jetzt kommt der spaßige Part! Im Kästchen rechts daneben mischen wir nun unsere erste Farbe. Dieser Prozess bleibt über das gesamte Raster hinweg gleich. Also gut aufgepasst!

Die Beschriftung am linken Blattrand (vertikale Beschriftung) gibt uns die Grundfarbe des Mischungsverhältnisses vor. In diesem Fall ist es immernoch Gelb. Dieses mischen wir mit der Farbe, die am oberen Blattrand genau über dem Kästchen steht. In diesem Fall ist die nächste Farbe Orange. Zu der Grundfarbe Gelb mischen wir also nur ein ganz kleines bisschen von der orangen Farbe hinzu.

Wichtig: Das Gelb sollte unbedingt überwiegen! Das hat den Grund, weil in der nächsten Zeile Orange die Grundfarbe sein wird und im ersten Kästchen Gelb hinzugefügt wird. Hier kehrt sich das Mischungsverhältnis nämlich um. Wir verwenden dann mehr Orange als Gelb. So entstehen zwei verschiedene Orangetöne. Möchte ich also zu einem späteren Zeitpunkt ein helleres Orange mischen, verwende ich mehr gelb. Möchte ich ein intensiveres Orange haben, nehme ich mehr orange. Klingt logisch oder?

Die ungemischte Grundfarbe sollte immer zuerst eingetragen werden, sodass man nicht durcheinander kommt. Diese wandert, je weiter man sich nach unten im Chart bewegt, mit jeder Zeile ein Kästchen weiter nach rechts. Auf diese Weise tauchen die Grundfarben zum Schluss in einer Diagonalen von links oben nach rechts unten auf dem Chart auf (siehe unten).

Noch ein kleiner Hinweis: Natürlich werdet ihr die Farben nie haargenau so nachmischen können, wie sie nachher auf dem Chart abgebildet sind. Aber sie geben einem einen guten Anhaltspunkt, welche Farben in einem ungefähren Mischungsverhältnis stehen müssen, um den gewünschten Ton zu treffen. Anschließend kann man immernoch ein wenig herum experimentieren – denn das ist es doch, was so viel Spaß macht!

Ich hoffe meine Erläuterungen waren verständlich und ihr könnt ein paar Tipps mitnehmen. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gerne einen Kommentar. Ich beantworte sie sehr gerne.

Und so sieht mein fertiges Chart nun aus:

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